Rebsorten

Hier stellen wir Ihnen verschiedene Rebsorten vor.
Falls Sie noch weitere Fragen haben, können Sie uns gerne ein Mail senden.


Weißburgunder

Diese Traube ist ein echter "Hans-Dampf-in-allen-Gassen" im pfälzischen Reben-Revier, der zu fast allen Gerichten (bevorzugt Fisch und weißem Fleisch) eine wirklich gute Figur macht und ganz nebenbei noch hervorragend als Sekt-Grundwein taugt.

Er hat als Stammvater einer klassischen Weinfamilie natürlich viele gute Verbindungen und als "pinot blanc" auch international´einen vorüglichen Ruf.

Der Weißburgunder ist im Kommen, und die Qulität besticht.
Die pfälzer Gewächse schneiden bei Wettbewerben hevorragend ab.


Müller-Thurgau oder Rivaner

Lange Jahre mußte der Müller-Thurgau in Deutschland um seine Anerkennung ringen. Heute stellt er die wichtigste Rebsorte unseres Landes dar.

Besonders beliebt sind seine Schoppenweine. Seine Anspruchslosigkeit hinsichtlich der Lage und seine Ertragstreue hat zu einem ständig zunehmenden Anbau geführt.

Lageansprüche: Der Müller-Thurgau stellt nur geringe Ansprüche an die Lage. Das soll nicht heißen, daß man ihn nicht in guten Lagen anbauen könnte. Schon in einer mittleren Lage bringt er fast in jedem Jahr einen Naturwein und in guten Jahren mit Sicherheit eine schöne Spätlese


Gewürztraminer

Ein wirklich alter und weit gereister Fahrensmann wie er könnte mit seinen Erfolgen und Kontakten prahlen.
Wer kann schon Plinius als Kronzeugen bennenen oder die Kurfürsten der Pfalz? Wer kann schon darauf verweisen, dass seinesgleichen sich im ältesten Weinberg dem Traminer-Weinberg in Rhodt unter der Rietburg, findet?
Soviel Tradition verpflichtet und deshalb zeigt der Gewürztraminer mit seiner kraftvollen Würze und seinem Bukettreichtum nicht nur als süßer Aperitif oder Dessertwein Charakter, sondern macht, trocken ausgebaut, auch manchen Braten zum Geschmackserlebnis.

Auf den Beifall der Massen hat er nie Wert gelegt. 1,5 Prozent der pfälzischen Rebfläche sind für einen solchen Vertreter von altem Adel genug, eben einfach "standesgemäß"


Grauburgunder oder Ruländer

Er ist dem Namen nach ein Pfälzer Gewächs, ansonsten einer aus der glorreichen Familie der Burgunder und - leider - eine gespaltene Persönlichkeit. 1711 fand der Kaufmann Johann Seeger Ruland die verwilderte Sorte, doch daran erinnern heute nur noch die lieblich ausgebauten "Pinnot gris"-Weine. Sie heißen Ruländer. Die trocken ausgebaute Variante kommt unter Grauburgunder daher.

Wer aus so schwierigen Verhältnissen stammt, muss Charakter entwickeln: Das gilt für die gehaltvollen, edelsüßen Typen, die als Aperitif oder Dessertwein eine exzellente Figur machen, ebenso wie für die trocken-eleganten Spielarten, die beispielsweise zum Braten passen. So ist er, der Grauburgunder: Ein Verwandlungskünstler mit milder Säure und einer kleinen, aber treuen Fan-Gemeinde in der Pfalz (2,2 Prozent der Rebfläche).


Silvaner

Die Rebsorte aus dem Osten gab noch vor wenigen Jahrzehnten den Ton im multikulturellen Rebengarten der Pfalz an . Das hat sich geändert, doch allseits beliebt ist der süffige Silvaner noch immer (fast 6 Prozent der Rebfläche).

Seine Freunde lieben einfach diesen gewissen Schmelz und Schmäh - und davon hat der leichtfüßige Bursche wahrlich Dank seiner österreichischen Vorfahren. Was einige ältere Pfälzer Winzer nicht daran hindert, ihn wider besseres Wissen hartnäckig als "Franken" zu bezeichnen, und auch das Gemunkel von seiner Herkunft aus Transylvanien (dort, wo die Vampire zuhause sind!) will nicht verstummen.

Aber keine Angst: Wer mit dem zurückhaltend-neutralen Typ mit seiner milden Säure anbeißt, muss es nicht bereuen - und wird bei vilen Speisen begeistert mit der Zunge schnalzen.


Dornfelder

Das ist eine wahre Erfolgsgeschichte:
Da kommt ein südländischer Schönling, Jahrgang 1955, von tiefroter Gesichtsfarbe daher und schon liegt ihm die Welt zu Füßen. So geschehen seit Anfang der neunziger Jahre in der Pfalz. Die Eltern (Helfensteiner und Heroldrebe) spielen keine Rolle auf dem Weinmarkt, dafür macht der Jüngling, eigentlich als Deckrotwein gedacht, plötzlich eigenständig Karriere; präsentiert sich als, trocken ausgebaut, als samtiger, gehaltvoller und markanter Rotwein, der besten zu Braten und aromatischem Käse passt; schmückt sich, wenn sein muss, mit Barriquetönen - und erziehlt Traumpreise.

Rund 7 Prozent der Rebfläche sind inzwischen mit Dornfelder bestockt, die Nachfrage nach Reben ist riesig. Bleibt nur zuhoffen, dass dem jugendlichen Himmelsstürmer das Glück treu bleibt.


Portugieser

Mit einem süffig-leichten Lebemann wie ihm machen die pfälzischen Weinfeste erst richtig Spaß: Man bestelle einen Portugieser Weißherbst und genieße.

Den Löwenanteil unter den roten Sorten mit etwa 10,8 Prozent hat sich der Portugieser der 1860 in die Pfalz kam, erst in den letzten Jahren gesichert, weil besonders junge Leute seine unkomplizierte Art (neutraler Geschmack, milde Säure, dezent Bukett) lieben.

Doch man sollte den Zuwanderer aus dem Osten, der ursprünglich von der Iberischen Halbinsel stammt und daher durchaus portugiesisches Blut in den Adern hat, nicht unterschätzen. Denn es gibt immer wieder gehaltvolle Portugieser, die mit leichtem Burgunder-Ton beispielsweiseein Wildgericht veredeln.


Spätburgunder

Das ist, verglichen mit den beiden anderen jungen Kollegen der Rotwein-Fraktion, der Grandseigneur der pfälzischen Rotweine, mit erstklassigen Empfehlungen, Jahrhunderte an Erfahrung und aus bestem Burgunder-Haus. Einer wie er sucht nicht den schnellen Erfolg, sondern überzeugt mit wachsender Fassreife. Dann wird der Wein weicher, die Fruchtaromen wie etwa Brombeere entfalten sich und der Barrique-Ausbau sorgt für zusätzliche Geschmacksfinessen.

Würzige Braten oder Wildgerichte lassen sich so veredlen. 4,3 Prozent Spätburgunder in der Pfalz sind natürlich nicht viel. Aber es werden immer mehr und die Fachwelt staunt: Bei Verkostung deutscher Rotweine liegen Pfälzer Spätburgunder regelmässig vorne.


Riesling

Ein Herzensbrecher mit fruchtigem Zitrusaroma, Rasse und markanter Säure – und außerdem ein Tausendsassa, der häufig ran muss, wenn aus Wein Sekt werden soll und der sich zudem bestens für Eisweine und Auslesen eignet.

In der Pfalz präsentiert sich der Riesling – was die Säure angeht – meist zurückhaltend. Aber ein »König der Weißweine« muss nun wahrlich nicht protzen: Denn erstens hat er in der Pfalz schon seit Jahrhunderten eine seiner deutschen Hochburgen; und zweitens hat er die Herzen der Weintrinker in den letzten Jahren im Sturm erobert.

Seit 1995 regiert die kostbarste deutsche Weißweinsorte in der Rebflächen-Statistik (20 %) und beschert den Weinliebhabern fürstliche Geschmackserlebnisse und der Pfalz jede Menge Auszeichnungen


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